
Steinböden: So gelingt eine sichere und schonende Reinigung
Ob Marmor, Kalkstein oder Granit – die Materialien von Steinböden haben ganz unterschiedliche Eigenschaften. Worin sich die einzelnen Bodenarten aber grundsätzlich ähneln, ist ihre Empfindlichkeit. So sind Steinböden deutlich anfälliger für Oberflächenbeschädigungen und Verunreinigungen als die meisten anderen Bodenbelagsarten. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass Steinmaterial im Allgemeinen recht porös ist und häufig sensibel auf Feuchtigkeit und Wasser reagiert. Bei der Reinigung von Steinböden gibt es daher ein paar wesentliche Dinge zu beachten.
Regelmäßig trocken abfegen
Hochwertige Natursteinböden und Steintreppen können über Generationen hinweg schön bleiben. Die Oberfläche hält auch stärkerer Beanspruchung exzellent stand und im Gegensatz zu den meisten anderen Bodenbelägen ist keine zusätzliche Beschichtung oder teure Versiegelung nötig. Gleichwohl müssen Steinböden regelmäßig gepflegt und gereinigt werden. Je nach dem vorhandenen Steinmaterial kann dies bereits mit einfachen Mitteln wie ein wenig Seife oder einem neutralen Allzweckreiniger geschehen. Zudem ist es unabhängig von der Steinart eine gute Idee, die Oberfläche mehrmals wöchentlich trocken abzufegen. Auf diese Weise werden Beschädigungen durch schleifende Steinchen vermieden und es wird aggressiver Staub entfernt, der sich negativ auf die langfristige optische Erscheinung des Bodens auswirken könnte. Wer statt eines Besens beziehungsweise eines Handfegers für die Reinigung des Steinbodens einen Staubsauger nutzt, sollte die Bürste der Düse unbedingt vollständig ausfahren, damit ein sanftes Gleiten über die Oberfläche gewährleistet wird. Auf diese Weise lassen sich hässliche Kratzer vermeiden.
Hartnäckiger Schmutz braucht feuchte Reinigung
Es ist kein Problem, Steinböden mehrmals wöchentlich trocken zu reinigen. Um aber hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen, bedarf die Oberfläche von Zeit zu Zeit einer intensiven Pflege mit Wasser und einem passenden Reinigungsmittel. Erste und wichtigste Regel dabei: Nicht zu viel Feuchtigkeit schaffen! Auf keinen Fall darf durch den Einsatz von übermäßiger Nässe Wasser in das Bodenmaterial eindringen! Viele Steinarten nehmen eine solch unbedachte Vorgehensweise sehr übel und schlimmstenfalls kommt es zu einer irreversiblen Beschädigung des Materials. Auch der Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln ist bei Steinböden meist keine gute Idee, da die scharfen Inhaltsstoffe die meist empfindlichen Poren verstopfen und somit die natürliche Feuchtigkeitsbewegung im Stein verhindern. Langfristig kann das dazu führen, dass sich das Material mehr und mehr auflöst – eine Folge, die es unbedingt zu verhindern gilt!
Je nach Material die passenden Reinigungsmittel nutzen
Granitböden haben den Vorteil, dass es sich bei ihnen um eine der wohl pflegeleichtesten und haltbarsten Steinmaterialien überhaupt handelt. Eine Reinigung mit Wasser und normaler Seife ist bei diesen Böden die beste Variante. Auch Marmor und Kalkstein können grundsätzlich mit solch einfachen Mitteln gereinigt werden, allerdings muss bedacht werden, dass Kalkstein sich mitunter als recht empfindlich präsentiert und daher besser eine im Handel erhältliche spezielle Kalkseife zur Pflege genutzt werden sollte. Wurde auf einem Marmorboden eine säurehaltige Flüssigkeit wie Rotwein oder auch Zitronensaft verschüttet, besteht die Gefahr, dass der entstandene Fleck auch dann auf dem Boden sichtbar bleibt, wenn er schnell trockengerieben wird. In einem solchen Fall bedarf es möglicherweise spezieller Lösungsmittel zur Entfernung der Verschmutzung – im Zweifelsfall empfiehlt sich die Hinzuziehung eines versierten Reinigungsunternehmens.
Fazit: Steinbodenreinigung ist nicht schwer
Mit einer regelmäßigen und auf das vorhandene Material zugeschnittenen Pflege können Steinböden viele Jahrzehnte eine ansprechende Optik bewahren. Die Reinigungsmaßnahmen sind in vielen Fällen nicht allzu schwierig und bereits mit einfachen Mitteln durchführbar. Das spart Zeit und Geld und hält gleichzeitig die Umweltbelastung gering. Bei starker Verschmutzung oder in Zweifelsfällen sollte die Unterstützung eines erfahrenen Reinigungsfachbetriebes erwogen werden.
